GEPRIESEN SEI die grundlose Träne die langsam aufgeht in schönen Augen Jugend, die fühlt, deren Hände sich finden der Blick zueinander und helles SchweigenDas Stammeln der Liebe auf rauhen Felsen Leuchtturm der hochwarf die Trauer der Zeiten Zikade beharrlich wie nagender Schmerz Alleinsein wie Wolle in der Kühle des Morgens Minze des Meineids herb auf den Zähnen Lippen verschlossen dem lösenden Wort doch glänzt unter Wimpern ein kurzes "Adio" dann ist die Welt ein glanzloser Ort Breit und dröhnend die Orgel der Stürme Bruchstück der Stimme des Heraklit das zweite, verborgne Antlitz des Mörders das kleine Warum und nie eine Antwort GEPRIESEN die Hand, die endlich zurückkehrt vom gräßlichen Mord, die für immer begreift die Welt in Wahrheit, die unvergleichliche das Jetzt der Welt und die Ewigkeit: JETZT die wilde Erregung der Myrte Jetzt die Schreie des Mai EWIG die scharfe Bewußtseinshelle unerschöpflich und frei Jetzt der täuschende Schein und des Schlafes mimisches Spiel Ewig ewig das Wort und ewig der Kiel Jetzt der dichte Insektenschwarm, der sich brodelnd ergießt Ewig der Mysterien Licht, das die Welt überfließt Jetzt der Erde Begrenzung und der Mächtigen strikte Gewalt Ewig die Speise der Seele und der fünfte Wesenshalt Jetzt das Fleckfieber des Monds mit seinen heillosen Malen Ewig der Milchstrasse Gold und ewig ihr bläuliches Wallen Jetzt der Völker Vermengung und jetzt ihre dunkle Zahl Ewig die Säule des RECHTS und ewig des AUGES Strahl Jetzt der Götter Erniedrigung, des Menschen versinkende Asche Jetzt ist das Nichts und ewig die Welt die kleine die GROSSE! |